Risiken unbehandelter Parodontitis

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Warum eine Zahnfleischentzündung nicht nur Ihre Zähne betrifft

Unbehandelt kann eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates nicht nur zu Zahnverlust führen, sondern steht auch mit verschiedenen Allgemeinerkrankungen in Zusammenhang.

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Erfahren Sie die wichtigsten Fakten zu den gesundheitlichen Folgen einer unbehandelten Parodontitis.

Parodontitis ist eine bakterielle, chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie entsteht meist aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und führt zum Abbau von Knochen und Bindegewebe rund um den Zahn.

Unbehandelt schreitet die Entzündung fort. Es kommt zu Zahnlockerung, Knochenabbau und schließlich Zahnverlust. Die Erkrankung verläuft oft schmerzarm und bleibt daher lange unbemerkt.

Ja. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus sowie Komplikationen in der Schwangerschaft. Die chronische Entzündung im Mund kann Entzündungsstoffe in die Blutbahn freisetzen. Diese Botenstoffe zirkulieren im Körper, können Gefäße beeinflussen und bestehende Erkrankungen – etwa Arteriosklerose oder eine schlechte Blutzuckereinstellung – zusätzlich belasten.

Ja. Diabetes erhöht das Risiko für Parodontitis. Gleichzeitig kann eine unbehandelte Parodontitis die Blutzuckereinstellung verschlechtern. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig.

Eine vollständige Heilung im Sinne der Wiederherstellung des verlorenen Knochens ist meist nicht möglich. Durch konsequente Behandlung und Nachsorge lässt sich die Erkrankung jedoch stoppen und stabilisieren.

Parodontitis – eine stille chronische Entzündung

Parodontitis wird durch bakterielle Beläge auf den Zähnen und im Mundraum ausgelöst, die eine Entzündungsreaktion im Gewebe verursachen. Das Immunsystem reagiert dauerhaft auf diese Bakterien. Dabei werden nicht nur Keime bekämpft, sondern auch körpereigene Strukturen geschädigt. Der Abbau des Kieferknochens erfolgt schleichend und oft ohne Schmerzen. Genau das macht die Erkrankung so tückisch.

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Auswirkungen auf Herz und Gefäße

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein kann. Entzündungsbotenstoffe und Bakterienbestandteile können in die Blutbahn gelangen und Gefäßveränderungen begünstigen. Parodontitis gilt daher als möglicher Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wechselwirkung mit Diabetes

Menschen mit Diabetes erkranken häufiger und gravierender an Parodontitis. Gleichzeitig erschwert eine chronische Entzündung im Mund die Blutzuckereinstellung. Eine erfolgreiche Parodontitisbehandlung kann die Stoffwechselsituation messbar verbessern. Deshalb ist die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Hausarzt besonders wichtig.

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Bedeutung für die Gesamtgesundheit

Auch Zusammenhänge mit Atemwegserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und Schwangerschaftskomplikationen werden diskutiert. Parodontitis ist damit keine reine „Zahnerkrankung“, sondern Teil eines komplexen Entzündungsgeschehens im Körper. Eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige Nachsorge sind entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.

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