Bulimie und Zahnschäden – wie die Ess-Brech-Sucht die Zähne dauerhaft schädigt

Unterschätzte Ursache für Zahnerosionen und funktionelle Beschwerden bei Essstörungen
Bulimie, auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet, ist eine Essstörung, die durch wiederkehrende Essanfälle und anschließendes absichtliches Erbrechen gekennzeichnet ist. Durch das regelmäßige Erbrechen gelangt aggressive Magensäure in den Mundraum und greift die Zähne dauerhaft an. Die Folge können Zahnerosionen, empfindliche Zähne, Karies sowie langfristige Veränderungen der Bisshöhe und der Kieferfunktion sein. Auch andere Essstörungen wie Anorexie können erhebliche Schäden an Zähnen und Zahnhalteapparat verursachen.

Erfahren Sie hier die wichtigsten Informationen über die Auswirkungen von Bulimie auf Zähne und Kieferfunktion
Wie Magensäure die Zahnhartsubstanz angreift
Die beim Erbrechen austretende Magensäure besitzt einen niedrigen pH-Wert und greift den Zahnschmelz direkt an. Wiederholen sich diese Säureangriffe regelmäßig, verliert der Zahn zunehmend seine natürliche Schutzschicht. Besonders kritisch ist, dass viele Betroffene unmittelbar nach dem Erbrechen die Zähne putzen. Da der Zahnschmelz in diesem Moment bereits aufgeweicht ist, verstärkt das mechanische Putzen den Substanzverlust zusätzlich. Ähnlich wie bei Light-Getränken oder Zitronensaft.
In der Praxis von Prof. Dr. Olze in Berlin Mitte können solche Veränderungen häufig bereits in frühen Stadien erkannt werden.


Warum die Früherkennung bei Essstörungen so wichtig ist
Viele Betroffene suchen aus Scham oder Schuldgefühlen zunächst keine medizinische Hilfe, obwohl ihnen ihre Erkrankung bewusst ist. Zahnärzte sind daher häufig die ersten, die eine Bulimie erkennen, weil sich die typischen Zahnschäden durch die Magensäure oftmals frühzeitig zeigen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen spielen deshalb eine entscheidende Rolle, um irreversible Veränderungen der Zahnhartsubstanz möglichst früh zu erkennen und zu behandeln.
Schonende Zahnpflege nach dem Erbrechen
Nach dem Erbrechen sollte die Magensäure zunächst neutralisiert werden, beispielsweise durch das Spülen mit Wasser, Milch oder fluoridhaltigen Mundspüllösungen. Auch zuckerfreier Kaugummi kann helfen, den Speichelfluss anzuregen und den pH-Wert im Mund zu stabilisieren. Wichtig ist, die Zähne nicht sofort zu putzen, sondern mindestens 30 bis 60 Minuten zu warten. Erst danach sollte eine schonende Reinigung mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta erfolgen.

Unsere Zusammenarbeit mit spezialisierten Kollegen
Bei komplexen Fällen mit ausgeprägten Zahnerosionen oder funktionellen Beschwerden arbeitet die Praxis von Prof. Dr. Olze mit erfahrenen Spezialisten zusammen.
Durch diese interdisziplinäre Zusammenarbeit können sowohl die zahnmedizinischen Folgen als auch funktionelle Beschwerden umfassend behandelt werden. Nach abgeschlossener Therapie erfolgt die langfristige Betreuung wieder in der Praxis in Berlin Mitte.
Haben Sie Veränderungen an Ihren Zähnen bemerkt und möchten Gewissheit


