Zahnschäden & Vorsorge
Zahnkronen für einen stabilen und ästhetischen Zahnerhalt
Wann eine Zahnkrone sinnvoll ist und worauf es ankommt
Ist ein Zahn durch Karies, Frakturen oder starke Abnutzung geschwächt, reicht eine Füllung oft nicht mehr aus. Dann kann eine Zahnkrone den Zahn stabilisieren, schützen und seine Funktion und Ästhetik wiederherstellen. Dieser Fachartikel erklärt, wann eine Krone nötig ist, welche Materialien es gibt, wie die Behandlung abläuft und wie lange eine Krone hält.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Zahnkrone umschließt einen geschwächten Zahn wie eine Schutzkappe und verteilt die Kaukräfte gleichmäßig.
- Typische Gründe sind große Defekte, Risse, abgebrochene Zahnteile und wurzelbehandelte Zähne.
- Vollkeramik wirkt besonders natürlich und ist metallfrei, Metallkeramik und Zirkonoxid sind sehr belastbar.
- Bei guter Pflege halten Kronen viele Jahre – nach zehn Jahren ist in Studien der Großteil noch in Funktion.
Wann ist eine Zahnkrone notwendig?
Eine Krone kommt infrage, wenn so viel Zahnsubstanz verloren gegangen ist, dass eine Füllung den Zahn nicht mehr sicher stabilisieren kann. Würde man ihn nur füllen, könnten Höcker abbrechen oder Risse sich weiter ausbreiten.
- Große Kariesdefekte oder sehr große, alte Füllungen
- Risse oder abgebrochene Höcker, etwa durch Zähneknirschen
- Wurzelbehandelte Zähne, die spröder und bruchgefährdeter sind
- Stark abgenutzte Zähne, zum Beispiel bei einer Bisshebung
- Ästhetische Gründe bei stark verfärbten oder fehlgeformten Zähnen

Krone nach der Wurzelbehandlung
Nach einer Wurzelbehandlung wird ein Zahn nicht mehr von innen versorgt und kann mit der Zeit spröder werden. Gleichzeitig fehlt durch die Behandlung oft viel Substanz. Damit er nicht bricht, wird er meist mit einem Aufbau, bei Bedarf mit einem Glasfaserstift, und einer Krone versorgt. Den früher üblichen „Stiftzahn“ mit Metallstift ersetzen heute meist adhäsiv befestigte Glasfaserstifte, die sich besser an die Elastizität des Zahns anpassen.
Welche Materialien gibt es?
- Vollkeramik: metallfrei, sehr natürlich in Farbe und Lichtdurchlässigkeit, gut verträglich – erste Wahl im sichtbaren Bereich.
- Zirkonoxid: eine besonders bruchfeste Keramik, auch für stark belastete Backenzähne geeignet.
- Metallkeramik: ein Metallgerüst mit Keramikverblendung, bewährt und stabil, am Rand kann jedoch ein dunkler Schimmer entstehen.
- Vollmetall (Gold): sehr langlebig und zahnschonend, aber auffällig – heute seltener gewünscht.
Ist nur ein Teil des Zahns geschädigt, kann eine Teilkrone oder ein Overlay ausreichen. Dabei bleibt mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten.

So läuft die Behandlung ab
- Untersuchung und PlanungBefund, Röntgenbild und Besprechung des passenden Materials.
- PräparationDer Zahn wird unter örtlicher Betäubung schonend beschliffen, damit die Krone Platz hat.
- AbformungEin digitaler Scan oder klassischer Abdruck dient dem Labor als Vorlage.
- ProvisoriumBis zur Fertigstellung schützt eine provisorische Krone den Zahn.
- EinsetzenDie fertige Krone wird anprobiert, im Biss abgestimmt und dauerhaft befestigt.
Wie lange hält eine Zahnkrone?
Kurz beantwortetBei guter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen halten Kronen viele Jahre – in Langzeitstudien ist nach zehn Jahren die große Mehrheit noch intakt. Entscheidend sind die Pflege des Kronenrands, die Belastung durch Knirschen und die Passgenauigkeit.
Der empfindlichste Bereich ist der Übergang zwischen Krone und Zahn. Dort kann sich Belag sammeln und Karies entstehen. Zwischenraumbürsten, Zahnseide und eine regelmäßige professionelle Reinigung schützen diesen Rand. Wer nachts knirscht, sollte die Kronen zusätzlich mit einer Schiene schützen.

Krone, Brücke oder Implantat?
Eine Krone erhält einen vorhandenen Zahn. Fehlt der Zahn bereits, kommen Brücke, Implantat oder Prothese infrage. Welche Lösung wann sinnvoll ist, zeigt unser Fachartikel Zahnersatztypen im Überblick. Wie wir Kronen in unserer Praxis planen und im Berliner Meisterlabor fertigen lassen, lesen Sie auf unserer Seite zum Zahnersatz.

Vom Inlay bis zur Prothese, aus Vollkeramik und gefertigt im Meisterlabor.
Zur LeistungsseiteHäufige Fragen
Was ist eine Zahnkrone?
Eine Zahnkrone ist ein festsitzender Zahnersatz, der wie eine schützende Kappe über einen geschädigten Zahn gesetzt wird. Sie stellt die ursprüngliche Form, Stabilität und Funktion des Zahns wieder her und kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden.
Wann ist eine Zahnkrone notwendig?
Eine Zahnkrone wird eingesetzt, wenn ein Zahn stark beschädigt ist und nicht mehr ausreichend durch eine Füllung stabilisiert werden kann. Häufige Gründe sind ausgedehnte Karies, große Füllungen, Frakturen oder eine Wurzelbehandlung. Die Krone schützt den verbleibenden Zahn und sorgt dafür, dass er langfristig belastbar bleibt.
Welche Materialien werden für Zahnkronen verwendet?
Zahnkronen können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Häufig kommen keramische Werkstoffe zum Einsatz, die sich durch eine besonders natürliche Ästhetik auszeichnen. Alternativ werden Metallkeramik- oder Vollmetallkronen verwendet, die vor allem im Seitenzahnbereich aufgrund ihrer hohen Stabilität eingesetzt werden.
Wie lange hält eine Zahnkrone?
Die Haltbarkeit einer Zahnkrone hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Mundhygiene, der Belastung und dem verwendeten Material. Bei guter Pflege halten Zahnkronen viele Jahre. Studien zeigen, dass nach zehn Jahren der Großteil der Kronen noch in Funktion ist.
Wissenschaftliche Grundlage
Leitlinien zu diesem Thema
Dieser Fachartikel orientiert sich an den aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Mitteilungen der zahnmedizinischen Fachgesellschaften (DGZMK/AWMF).
- S2k-LeitlinieDigitale Abformung mit IntraoralscannernDGZMK · AWMF · 2025PDF
- S3-LeitlinieVollkeramische festsitzende implantatgetragene RestaurationenDGZMK · AWMF · 2024PDF
- S2k-LeitlinieOkklusionsschienenDGZMK · AWMF · 2024PDF
- LeitliniePDF
- Wiss. MitteilungNachsorge bei ZahnersatzDGPro · 2011PDF
- Wiss. MitteilungPDF
- Wiss. MitteilungPDF
Leitlinien sind Entscheidungshilfen für Zahnärztinnen und Zahnärzte. Welche Behandlung für Sie richtig ist, klären wir im persönlichen Gespräch.
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